«sue&til»: Grösstes Holzbauprojekt der Schweiz gestartet

18.04.2016

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Im April wurde in Winterthur der Grundstein für die grösste Überbauung aus Holz gelegt, die je in der Schweiz geplant worden ist. In der 2000-Watt-fähigen Überbauung, bei der Timbatec für die Planung des Holzbaus zuständig ist, entstehen über 300 Wohnungen. Die ersten Bewohner können ihr neues Zuhause im Frühling 2018 beziehen.

Das Wohnprojekt mit dem Namen «sue&til» wird auf einem 17‘800 Quadratmeter grossen Gelände in Winterthur Neuhegi gebaut. Dieses Gelände wurde fast hundert Jahre lang von der Maschinenfabrik Sulzer genutzt. Implenia hat das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 162 Millionen Franken in enger Kooperation mit der Stadt Winterthur entwickelt. Letztes Jahr konnte die Allianz Suisse als Investorin gewonnen werden, die 260 Wohnungen erworben hat. Implenia realisiert das Projekt damit im Auftrag der Allianz Suisse als Totalunternehmerin.  


Entworfen wurde das Projekt von den beiden Zürcher Architektenteams weberbrunner und Soppelsa, die damit vor drei Jahren einen Projektwettbewerb des Baukonzerns Implenia gewonnen haben.


Das Gebäude gliedert sich in drei Bereiche: das überhohe Erdgeschoss mit publikumsorientierten Nutzungen als Sockel; darüber zwei bis drei Vollgeschosse mit Loggiawohnungen sowie Attikawohnungen im vierten und fünften Obergeschoss.


So viel Holz war noch nie

Das besondere Merkmal dieser Überbauung: Lediglich Unter- und Erdgeschoss sowie die Treppenhäuser sind als Massivbau geplant. Die übrigen vier bis fünf Geschosse werden allesamt aus Holz sein.


Die Grösse ist nicht das einzige Novum dieses Projekts. Sondern: Bei der Überbauung in Oberwinterthur werden zum ersten Mal im grossen Stil Vollholzdecken mit einer gebundenen Splittschüttung ohne Beton eingesetzt. Bisher wurden grosse Holzüberbauungen stets mit Beton in den Geschossdecken beschwert oder als Holz-Beton-Verbunddecken ausgebildet. 


Kein CO2-Ausstoss dank neuer Bauweise 

«Diese Konstruktionsweise macht es möglich, den CO2-Ausstoss, der bei Betonschichten anfällt, zu vermeiden. Mit dieser Bauweise, die wir mitentwickelt haben, werden hervorragende Ökobilanzwerte erreicht», sagt Timbatec-Geschäftsführer Stefan Zöllig. In Winterthur entsteht so eine 2000-Watt-fähige Überbauung nach SIA-Effizienzpfad 2040.


Diese Entwicklung zeigt laut Zöllig, dass sich der Holzbau schrittweise vom Beton unabhängig macht: «Wir sind der Meinung, dass Beton im Hochbau nicht mehr zeitgemäss ist und mit der Holzbauweise wirtschaftlich, sauber und trocken ersetzt werden kann», betont der Geschäftsführer von Timbatec.


 
 
 

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