deDeutsch30.09.2026
Beim Neubau des Luzerner Kantonsspitals in Wolhusen prägen Holz, Faserzement Wellplatten und markante Vordächer das Erscheinungsbild. Timbatec plante die Vordächer, die nicht tragende Fassadenkonstruktion und löste anspruchsvolle Details an den Übergängen zwischen Holzbau, Betontragwerk und Gebäudeentwässerung.
Visualisierungen:
Projekt «PAIMIO» der Planergemeinschaft Nissen Wentzlaff / LUDES Architekten, Basel
Nördlich des bestehenden Spitals entsteht ein dreigeschossiger Neubau mit einer imposanten Länge von 120 Metern, einer Breite von 50 Metern und einer Gebäudehöhe von 16 Metern. Der flache Baukörper ist auf effiziente Betriebsabläufe mit kurzen Wegen und eine gute Orientierung für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende ausgerichtet. Der Bezug ist für 2028 vorgesehen.
Visualisierungen:
Projekt «PAIMIO» der Planergemeinschaft Nissen Wentzlaff / LUDES Architekten, Basel
Timbatec übernahm als Fachplaner die Konzeption und Detailplanung der nicht tragenden Fassadenkonstruktion sowie der grosszügigen Vordächer. Die vorgefertigten Holzrahmenbauelemente sind an den Stirnseiten der Betondecken befestigt. Sie bilden die wärmegedämmte Gebäudehülle und erfüllen die hohen Anforderungen an Brand- und Witterungsschutz.
Die gewählte Materialisierung ist gezielt auf die unterschiedliche Beanspruchung ausgerichtet: In den oberen, durch das Vordach weitgehend geschützten Bereichen kommt eine farblos druckimprägnierte Weisstannen-Schalung und im konstruktiven Vordachbereich Bauteile aus Fichte/Tanne zum Einsatz. Fassadenschalungen, Lisenen, Fensterbänke und Untersichten sind hochwertig in Holz ausgeführt und verleihen dem Neubau eine warme und präzise gegliederte Erscheinung. In den stärker bewitterten Sockelbereichen schützen vertikal angeordnete, granitgraue Faserzement-Wellplatten die Konstruktion.
Das umlaufende Vordach besteht aus vorgefertigten Holzelementen mit Kragarmen aus Brettschichtholz. Diese sind über Stahlteile fest mit den Betondecken verbunden.
Besondere Aufmerksamkeit erforderte die Führung des Meteowassers. Dachrinnen, Fallrohre, Notentwässerungen und die notwendigen Aussparungen wurden so in Vordach und Fassade integriert, dass Entwässerung, Hinterlüftung und Holzschutz zuverlässig zusammenspielen. Exakt geplante und ausgeführte Sekundärentwässerungen schützen die Fassadenkonstruktion zusätzlich um allfällige Undichtheiten der wasserführenden Schichten oder um Schlagregen zuverlässig abführen zu können. Für das systemrelevante Gebäude ist die Fassade so konstruiert, dass sie auch nach einem Erdbeben die Gebäudehülle gewährleistet und der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Das Resultat ist eine fein abgestimmte Gebäudehülle, bei der Gestaltung und Konstruktion bis ins Detail ineinandergreifen.
| Verantwortungsbereich | Träger |
|---|---|
| Bauherrschaft | Luzerner Kantonsspital, Luzern |
| Auftraggeberin | Architektur | Nissen & Wentzlaff Architekten BSA SIA AG, Basel |
| Fassadenplanung | Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, Bern |
| Engineering Gebäudehülle | Fachwerk F+K Engineering AG, Bern |
| Visualisierung | Projekt «PAIMIO» der Planergemeinschaft Nissen Wentzlaff / LUDES Architekten, Basel |