BIM beim grössten Holzbau der Schweiz

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Wo früher Lokomotiven gebaut wurden, entsteht heute ein neuer Stadtteil mitten in Winterthur. Das erste Gebäude der Überbauung ist ein Holzbau namens „Krokodil“. Mit rund 30‘000 Quadratmeter Nutzfläche gehört er zu den grössten seiner Art. Timbatec setzt Building Information Modellig (BIM) bei dieser Überbauung konsequent um.

Mit fast 8‘000 Kubikmeter Holz errichten Handwerker zurzeit den imposanten Holzbau über sechs Geschosse. Die enorme Holzmenge setzt sich zusammen aus 5‘500 Kubikmeter Brettsperrholz, 1‘500 Kubikmeter Brettschichtholz und vielen weiteren Holzbauteilen. Für die Montage sind zusätzlich 76 Tonnen Stahlteile und Verbindungsmittel notwendig. Bereits im Herbst 2020 beziehen erste Bewohnerinnen und Bewohner ihr neues Zuhause im „Krokodil“.


Der digitale Zwilling 

Bauvorhaben dieser Grösse bedingen minutiöse und lückenlose Planung. Bereits im Vorprojekt einigten sich die verschiedenen Planungsteams unter der Leitung von der Implenia das „Krokodil“ konsequent nach den Methoden von Building Information Modellig (BIM) zu planen. So erstellen Architekt*innen zusammen mit Ingenieuren und Technikern ein digitales Ebenbild des Gebäudes samt vielen Zusatzinformationen – noch vor dem Spatenstich. 


Die Planung wird dadurch anspruchsvoller und kostenintensiver. Auf den gesamten Bauprozess und die Lebenszykluskosten wirkt sich dies jedoch positiv aus, denn Fehler werden frühzeitig erkannt: Kollidiert beispielsweise eine Wasserleitung mit einem Holzträger, erkennen dies Planer nicht erst auf der Baustelle sondern bereits im digitalen Modell. Ebenfalls wird die Wartung eines Gebäudes erheblich vereinfacht.


BIM-Visualisierung

Änderungen einfacher umsetzbar  

Bei Grossprojekten wie dem „Krokodil“ sind sehr viele Interessegruppen involviert. Änderungen während der Planungsphase sind die logische Konsequenz. Dank BIM können sie einfacher umgesetzt werden: Denn die Modelle und Bauteile der verschiedenen Fachplaner werden parametrisiert. Darunter verstehen Experten eine intelligente Zuweisung aller Informationen zu den Bauteilen. Eine Brüstung bleibt beispielsweise gleich hoch, auch wenn Planer die  Geschosshöhe verändern.   


Verschieben Architekt*innen eine Wand oder einen Träger, prüfen die Ingenieure die Auswirkung auf die Statik und passen nötigenfalls die Dimensionen der Bauteile an. Bei konsequenter BIM Planung ist die Statiksoftware mit den Plänen für die Produktion verknüpft und Bauteile sind eindeutig identifiziert.     


Noch Zukunftsmusik ist eine durchgehende Verknüpfung des Architekturmodells mit der Statiksoftware und der Werkplanung. Um dies zu erreichen engagiert sich Timbatec in Projekten und Begleitgruppen wie beispielsweise „Digitalisierung im Holzbau“ der Lignum . Dank der Parametrisierung können bereits heute die Modelle der verschiedenen Fachplaner übereinander gelegt und automatisch auf Fehler geprüft werden.   


BIM ist weit mehr als ein 3D Plan  

Beim „Krokodil“ setzen die Planer*innen die Software BIMcollab für eine einfachere Zusammenarbeit ein. Sie weisen den verschiedenen Bauteilen sogenannte Issues, also Aufgaben und Pendenzen zu. Dies erübrigt langwieriges Suchen in den Plänen: Um Pendenzen abzuarbeiten führt die Software einen per Knopfdruck an den richtigen Ort im digitalen Zwilling.


Die Issues können auch als QR Codes ausgedruckt und beim Gebäude- oder Wohnungseingang angebracht werden. Die Handwerker scannen mit ihrem Handy die QR Codes und sehen sofort eine auf sie massgeschneiderte Pendenzenliste. Auf seinem Handy sieht der Holzbauer beispielsweise die aktuellsten Pläne eines Wandelementes inklusive Montageanleitung. Hat er die Wandelemente alle montiert, vermerkt er dies im Issue und teilt es so der Bauleitung mit. Auch die Wartungsvorschriften für die Bauteile werden mit diesen Issues erfasst.    


Vorsprung für den Holzbau  

Holzbauplaner sind sich seit geraumer Zeit gewohnt alle Pläne in 3D Modellen zu planen. Produktionsdaten für die Holzbauteilen in solchen Modellen zu hinterlegen, ist für Holzbauplaner ebenfalls keine Neuigkeit. Timbatec freut sich deshalb auf den Einzug von BIM in die Bau- und Holzbaubranche.   


Mehr Informationen zum Bauprojekt "Krokodil" auf  www.lokstadt.ch.

BIM-Modell-Holzbau

 
 
 

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