Voluminös und gemütlich: Der Holzbau von heute.

08.12.2020

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Die Wohnüberbauung «Krokodil» auf dem Winterthurer Sulzer-Areal setzt neue Massstäbe für den Holzbau. Mehr zu dem 6- bis 8-geschossigen Holzgebäude mit 254 Wohnungen erfahren Sie in der heutigen Ausgabe der NZZ.

Direkt beim Bahnhof Winterthur entsteht urbaner Wohn- und Arbeitsraum für über 1'500 Menschen. Das Krokodil, der erste Baustein der Überbauung Lokstadt direkt beim Bahnhof Winterthur, wurde in Rekordzeit erbaut. Im Mai 2018 fuhren die ersten Bagger auf und gruben den Aushub – ein grosses Loch, wo später die Untergeschosse für die Kellerräume und Tiefgarage betoniert wurden.

Bild WTK

Ab April 2019 richteten die Zimmerleute den Holzbau auf. Jetzt, nur 16 Monate später, sind die Wohnungen bereits bezogen. Wieso Holz das richtige Baumaterial ist für solche Wohnüberbauungen, und wie Timbatec den Holzbau weiterentwickelt, erfahren Sie im Bericht «Keine Angst vor Riesenblöcken» von Sabine von Fischer in der heutigen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung.


Neuer Bauablauf 

Das Haus «Krokodil», ein 6- bis 8-geschossiges Hofhaus steht für die Vielfalt des Areals: In diesem Holzbau entstehen 254 Eigentums-, Miet- und Genossenschaftswohnungen. Mit rund 30‘000 Quadratmetern Nutzfläche gehört er zu den grössten seiner Art. 

 

Der Holzbau überzeugt aber nicht in erster Linie durch die Grösse, sondern wegen der von Timbatec durchgesetzten Innovation im Bauablauf. Bei Bauprojekten dieser Grösse betonieren Baumeister normalerweise zuerst den Treppenhauskern, anschliessend montieren Zimmerleute daran die vorgefertigten Holzbauteile. Timbatec hat diese Reihenfolge umgedreht: Der Holzbau wird zuerst aufgerichtet und dient als verlorene Schalung für den flüssigen Beton. Die Umkehrung der Arbeitsschritte ist die logische Folge der heutigen Arbeitsweise. Denn: Die Holzbauer rechnen mit kleineren Toleranzen als die Betonbauer. 

Detail Treppenhaus Holzbau
Treppenhauskern Holz vor Beton
 

Zuerst Holz, dann Beton: Die Dreischichtplatten sind gleichzeitig die Innenwand und die verlorene Schalung für den Treppenhauskern aus Beton.   


Im Gegensatz zu Beton sind Holzelemente milimetergenau vorgefertigt. Diese Genauigkeit ist beim Betonieren auf der Baustelle nicht möglich. Das effiziente und ressourcenschonende Verfahren «Holz vor Beton» hat Timbatec für das Haus «Krokodil» entwickelt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es braucht deutlich weniger Stahlprofile und Schrauben. Für das Haus "Krokodil" konnten dank diesem Verfahren 1`270 Tonnen Beton, 24 Tonnen Stahl, fünftausend Schwerlastanker und über zehntausend Schrauben gespart werden.  


Best Practice Holzbau 

Heute ist Holzbau «best practice» - auch bei Grossprojekten wie dem «Krokodil». Und wer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, der baut sowieso mit Holz. Denn: Holz ist das umweltfreundlichste Baumaterial der Welt. Es speichert CO₂ langfristig und weist eine hervorragende Klimabilanz auf. Ein Kubikmeter Holz bindet bei seinem Wachstum eine Tonne Kohlenstoff. Der aktive Beitrag von Holzbauten wird bei Grossprojekten wie dem «Krokodil» eindrücklich bewiesen – das Zertifikat des CO₂-Institutes ist der Beweis.

Krokodil CO2 Speicher

Holzbau heisst Klimaschutz: Das Zertifikat EU-CH-8400-45352 vom CO₂-Institut belegt, wieviel CO₂ der Umwelt dauerhaft entzogen wurde.  


Das beim «Krokodil» verbaute Holz entzieht der Umwelt 6’414 Tonnen CO₂. Das entspricht rund 42.8 Millionen Kilometer Autofahren oder dem CO₂-Inlandausstoss von 1'283 Personen pro Jahr, die in der Schweiz leben.      


CO₂-neutral dank Holz  

Das verbaute Holz speichert rund die gleiche Menge CO₂, die bei der Herstellung des Betons für die Untergeschosse und die Treppenhäuser entstand. Das «Krokodil» ist somit dank des Holzes CO₂-neutral. Zum Vergleich: Wäre das Gebäude konventionell mit Stahlbetondecken und Backsteinwänden errichtet worden, hätte alleine die Herstellung der Baumaterialien über 11’000 Tonnen CO₂ verursacht. 

Montag Holzbau

Impressionen von der Bauphase: Die Holzbauteile können einfach vorgefertigt und montiert werden. 

Treppenhaus aus Holz

Die Dreischichtplatten sind gleichzeitig die Innenwand auf der Rauminnenseite und die Schalung für den Treppenhauskern aus Beton. Anders als bei der herkömmlichen Bauweise müssen die Dreischichtplatten nach dem Austrocknen des Betons nicht mehr entfernt werden. 

 
 
 

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