deDeutschLange Überzeugungsarbeit war nötig: Vor über 20 Jahren hat Stefan Zöllig aufgezeigt, dass Holz die richtige Baustoffwahl ist für Wildtierbrücken. Heute imponiert die Holzbrücke über der Autobahn A1 zwischen Suhr und Hunzenschwil.
Weil Verkehrswege die Lebensräume der wildlebenden Tiere durchtrennen, legte das Bundesamt für Umwelt Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung fest. Der Korridor «AG6» verbindet das Juragebiet mit dem Mittelland und führt zwischen Gränichen und Suhr über die Nationalstrasse A1. Hier ermöglicht heute die neue 50 Meter breite Bogenkonstruktion aus Holz den Wildtieren die sichere Überquerung der Autobahn. In der Planung wurden verschiedene Bauweisen geprüft und miteinander verglichen. Der nachwachsende Baustoff hat in dieser Gegenüberstellung am besten abgeschnitten – ausschlaggebend waren die bessere Ökobilanz und die raschere Ausführung.
Die Wildtierüberführung ist aus 156 vorgefertigten Brettschichtholzbogen konstruiert. Die jeweils zwei Tonnen schweren Träger sind 17,4 Meter lang, haben einen Querschnitt von 24 mal 76 Zentimetern und sind mit Stahlgelenken auf den Ortbetonwänden montiert. Die Träger sind aus Schweizer Fichtenbretter und einem RF-Klebstoff formstabil verklebt.
Bauprojekte über Verkehrswege sind immer anspruchsvoll, denn für die Montage des Tragwerks wurde die Autobahn während nur 24 Nächten jeweils von 21.30 Uhr bis 4 Uhr morgens auf zwei Fahrspuren reduziert. Weiter wurde für die Planung dieses Leuchtturmprojekt viel Pionierarbeit geleistet.




Bundesamt für Strassen ASTRA4800 Zofingen
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