Chance für die Holzwirtschaft

15.06.2021

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Die Branche konstatiert einhellig Verknappungen und teils kräftige Preissteigerungen bei wichtigen Produkten für den Holzbau. Mehr noch als die gestiegenen Preise fallen die langen Lieferfristen ins Gewicht. Langfristig überwiegen jedoch die Chancen und Möglichkeiten für die Stärkung der Holzbranche mit einer robusten Wertschöpfungskette.

Durch die plötzliche international gesteigerte Holznachfrage und die damit verbundenen Preisschwankungen, stieg auch die Nachfrage nach Schweizer Holz kurzfristig stark an. «Diese Entwicklung ist eine grosse Chance, die bestmöglich zur nachhaltigen Stärkung der regionalen Verarbeitungsketten genutzt werden muss», so die Verbände der Initiative Holz Bern. Es braucht einen Ausbau der Verarbeitungskapazitäten, insbesondere in der zweiten Verarbeitungsstufe. Nur geht das nicht von heute auf morgen: Um dies zu korrigieren, braucht es Investitionen. Und diese werden erst dann getätigt, wenn sich die Nachfrage nach Produkten aus Schweizer Holz auch langfristig auf einem höheren Niveau einpendelt. 


Timbatec fördert den Einsatz von Produkten aus Schweizer Holz, denn sie schneiden punkto Nachhaltigkeit deutlich besser ab als vergleichbare Produkte aus internationaler Produktion. siehe Beispiel Wildtierbrücke in Neuenkirch. Dank der Motion "Erforschung und Innovation des Werkstoffs Holz für den Einsatz im Infrastrukturbau als Dekarbonisierungs-Beitrag" von Jakob Stark und die gleichlautende Motion von Erich von Siebenthal, sollen künftig noch viele Infrastrukturbauten mit Holz gebaut werden. Mehr dazu. 

Wildtierbrücke aus Schweizer Holz


Die Waldbesitzer zeigen Bereitschaft, die Sägereien nachhaltig mit Rundholz zu beliefern. Dies natürlich unter der Bedingung, dass die positive Marktentwicklung sich auch auf den Rundholzpreis auswirkt. Denn für eine gesunde Lieferkette ist es zentral, dass die Waldbesitzer einen angemessenen Preis für den Rohstoff Holz erhalten. Im Gegenzug stellt die Industrie eine entsprechende Preisanpassung für das Rundholz auf den Herbst in Aussicht. Ständerat Daniel Fässler hat dazu eine parlamentarische Initiative eingereicht. Mehr dazu. 


Der Einfluss der Preisgestaltung auf die Menge der Holzernte ist unbestritten. Spätestens im Herbst gehen die Holzlager der Sägereien zur Neige. Die Sägereien sind auf einen frühen Einstieg in die Holzerntesaison im September angewiesen, um ihre Produktionen weiterhin auslasten zu können. 


Die Engpässe in der Materialbeschaffung für den Holzbau sind in aller Munde. Insgesamt ist aber festzustellen, dass im Baumarkt nicht allein Holzprodukte unter einer Preishausse leiden. Stahl und andere Metalle, Kunststoffe oder Glas sind in ähnlichem Ausmass betroffen. Lange Lieferzeiten und starke Preiserhöhungen fordern ihren Tribut. Ursache für diese Entwicklung ist die internationale hohe Nachfrage und die tiefen Lagerbestände, die auf Corona bedingte Produktionsausfälle zurückzuführen sind. Schweizer Holz ist dadurch nicht nur in puncto Qualität und Nachhaltigkeit, sondern auch in puncto Preis plötzlich konkurrenzfähig geworden.

Brücke Tüfisteg aus Schweizer Holz

Wenn es gelingt, unsere Holzbauer und Schreiner für den Einsatz von Schweizer Holz zurückzugewinnen, kann die Abhängigkeit vom Weltmarkt verkleinert und die Branche insgesamt robuster aufgestellt werden. Dazu sind Investitionen und neue Formen der Zusammenarbeit für mehr Flexibilität in der Lieferkette gefordert. Schwankungen wird es auf dem globalen Markt immer wieder geben, das sieht man auch bei anderen Bau- und Werkstoffen. Mit einer starken regionalen Wertschöpfungskette können aber solche Schwankungen deutlich abgeflacht werden. Das ist eine grosse Chance für den Schweizer Holzbaumarkt. Die Stärkung der regionalen Wertschöpfungskette Holz sichert nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern minimiert dank kurzen Transportwegen auch die Graue Energie. Eine vermehrte Nachfrage nach Schweizer Holz und die damit verbundene stärkere Holznutzung, leistet zudem einen wertvollen Beitrag zur CO₂-Speicherung und zur Erreichung der Klimaziele.

 
 
 

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