Holzbauarbeiten bei Wildtierüberführung abgeschlossen

10.06.2021

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Während mehreren Nächten montierten Zimmerleute die 17.5 Meter langen, 1.24 Meter hohen und 8 Tonnen schweren Holzträger. Künftig spazieren Rehe, Füchse, Hirsche und Kleinsäuger über die neue Wildtierbrücke bei Neuenkirch. Das freut die Umwelt in verschiedenen Hinsichten. Denn die Wildtierbrücke ist ein richtiger CO₂-Speicher.

In Neuenkirch baut das Bundesamt für Strassen ASTRA nach der Wildtierbrücke Rynetel bereits die zweite Wildtierbrücke mit einer Holzüberdeckung. Das macht Sinn, denn: «Bauen mit Holz entspricht dem Zeitgeist», sagt Franz Koch, Projektleiter vom ASTRA (Filiale Zofingen) im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung. «So können mehrere Tonnen CO₂ gespeichert werden.» 


Die Wildtierüberführung im Kanton Luzern hat eine Breite von 50 Metern und eine Länge von rund 36 Metern. Die lichte Höhe beträgt 4.80 Meter. Rund 2500 Kubikmeter, grösstenteils Fichtenholz aus dem Entlebuch, werden dafür verbaut. Dass das Holz in den umliegenden Wäldern geschlagen und in regionalen Betrieben weiterverarbeitet wurde, ist ein Gewinn für die hiesige Wirtschaft. Auch die Umwelt freuts. Denn: Lokales Holz ist aus ökologischer Sicht deutlich vorteilhafter als Holz aus dem Ausland.

Montagearbeit in Neuenkirch

Der Verzicht auf Stahl und Beton im Hoch- und Infrastrukturbau ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Denn ein Kubikmeter Stahlbeton verursacht bei seiner Herstellung, dem Transport und der Entsorgung fast 500 kg CO₂-Emissionen. Holz hingegen speichert pro Kubikmeter dank der Photosynthese rund eine Tonne des Treibhausgases.


Natürlich entstehen bei der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Brettschichtholz ebenfalls CO₂-Emissionen: Ein Kubikmeter Brettschichtholz für die Anwendung im Aussenbereich, gefertigt aus Schweizer Holz, emittiert 190 kg CO₂. Stammt das Holz aus Ungarn und wird in Österreich verarbeitet, so sind Emissionen von 442 kg CO₂ zu erwarten. Besser als Stahlbeton ist die Lösung aus Brettsperrholz alleweil – unabhängig von der Holzherkunft. Denn: Unter dem Strich sind pro Kubikmeter verbautem Brettschichtholz netto 810 kg bzw. 558 kg des Treibhausgases gespeichert – Stahlbeton emittiert 434 kg CO₂. Die Emissionsdifferenz zwischen Stahlbeton und Brettschichtholz aus der Schweiz ist pro Kubikmeter 1244 CO₂.

Grafik CO2-Emissionen

In den 2500 Kubikmetern verbauten Fichtenholz sind nach Abzug der Emissionen für Transport und Entsorgung netto über 2000 Tonnen CO₂ gespeichert. Wäre das Dach über der Autobahn betoniert worden, hätte dessen Herstellung die Umwelt mit mehreren hundert Tonnen des Treibhausgases belastet. 


In Langnau bei Reiden wird eine ähnlich grosse Wildtierüberführung aus Beton gebaut. Dies wird den Vergleich in Bezug auf den Unterhalt und die Dauerhaftigkeit der Materialien ermöglichen.

 
 
 

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